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Vom Konzept zu den Bauarbeiten
Im Mai 1994 spät am Abend war es soweit: Ermutigt vom damaligen Pfarrer Tillmann brachten Jugendliche aus Walluf ein erstes Konzept für einen selbstverwalteten Jugendtreff in den Räumen der evangelischen Heilandsgemeinde. Es umfasste eine Seite mit großer Schrift. Dazu ein handgemaltes Logo. Das war nicht viel, doch die Begeisterung war da. So standen sie dann vor dem Kirchenvorstand, der ein "Ja" zum Jugendtreff an weitere gründliche Vorüberlegungen.
Gleich rund 20 BetreuerInnen saßen beim ersten Treffen der "Interessengemeinschaft Jugendcafe" zusammen. Und in den nächsten Monaten haben wurde konstruktiv miteinander diskutiert. Es wurde deutlich, dass es eine Gruppe gab, die es wirklich ernst meint mit der Sache "Jugendcafe". Und nun gab es auch deutliche Lobby im Kirchenvorstand, der die notwendigen Kosten für die Errichtung des Jugendtreffs genehmigte.
Als die Bagger anrollten, um aus dem Keller einen ebenerdig begehbaren hellen Raum zu machen war klar, dass aus dem ursprünglichen DIN-A-4-Konzept für einen Jugendtreff in Walluf etwas weit Größeres geworden war.
Während im Kirchenvorstand der Heilandsgemeinde und bei der Kommune Walluf organisatorische Rahmen besprochen wurden, begannen das jugendliche Team die Gestaltung des Raumes. Das fing an beim Einkauf der Außenlampen mit dem Elektriker und hörte auf kurz unter der Decke, wo BetreuerInnen die alten Stahlträger mit der Flex sauber geschliffen haben.
"Und ich weiß noch wie lange der Elektriker den Kopf geschüttelt hat, als er Stahlwannen für Elektrokabel offen sichtbar an die Decke schrauben sollte, obwohl die doch eigentlich unsichtbar hinter einer Zwischendecke verschwinden müssten. Doch die dann farbigen Wannen sind noch heute Erkennungszeichen für das zeitlose Design des Raumes". (Axel Müller)
Als der Jugendtreff fertig war, dominierten die Farben Blau und Türkis. Es war, in Kombination mit dem Stahl und den ausgewählten Möbeln, genau das gewisse Etwas, das den Raum zu einem ganz besonderen Ort gemacht hat. Und zwar ohne, dass Graffitis an die Wand geschmiert oder sonstige wilde Experimente ausprobiert werden mussten.
Vor der Öffnung wurden noch weitere Themen diskutiert: Rauchen, Alkohol, Öffnungszeiten, Lautstärke usw. "Doch wir hatten unsere Verantwortung begriffen und so sind wir uns irgendwann einig gewesen: an gewissen Punkten ist eben Schluss".(Axel Müller) 1994 - 1997
Vom Konzept zu den Bauarbeiten

man sieht sich ...
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